Case Study kohlpharma

Anwendungsbeispiel kohlpharma

Kundeninterview mit Herrn Dr. Christoph Frick

va-Q-tec AG hat im Geschäftsjahr 2019 von kohlpharma einen strategisch wichtigen Großauftrag für eine Flotte von thermischen Transportsystemen erhalten. kohlpharma ist einer der größten Arzneimittelimporteure für patentgeschützte und verschreibungspflichtige Medikamente in Europa sowie der langjährige Marktführer in Deutschland.

Im Folgenden haben wir Dr. Christoph Frick, Apotheker, dem Leiter Qualitätssicherung und Pharmazeutische Entwicklung bei kohlpharma drei Fragen zu va-Q-tec sowie zur va-Q-med Thermobox gestellt.

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Warum fiel Ihre Wahl auf va-Q-tec?
va-Q-tec hat uns von Beginn an durch fachliches Know-How beeindruckt. Im Bereich der „Good Distribution Practice“ (GDP) machen wir mit möglichen Kooperationspartnern immer wieder die Erfahrung, dass kohlpharma den allergrößten Teil an Überlegungen zur GDP konformen Umsetzung von Transport- und Lager- Abläufen leisten und entsprechende Dokumente erstellen muss. Bei dem Unternehmen va-Q-tec erlebten wir hingegen einen Partner, der umgehend die Anforderungen und Ziele der kohlpharma verstand. Dahingehend war und ist es sehr positiv, sozusagen auf fachlicher Augenhöhe, zusammen zu arbeiten. Die von va-Q-tec entwickelte va-Q-med Box bietet zum üblichen aktiv temperierten Kühlversand aus unserer Sicht eine sehr gute Alternativ- Lösung für unser Anwendungsgebiet: Kühl-Arzneimittel, die wir bei den notwendigen 2-8°C an Apotheken und Pharma- Großhändler versenden, sind oftmals sehr temperatursensibel und können bei Temperaturabweichungen unwirksam, schlimmstenfalls sogar schädlich werden. Daher ist die Gewährleistung einer ununterbrochenen Kühlkette von höchster Bedeutung. Mit der innovativen va-Q-med Box können wir die Kühlkette geradezu unabhängig von dem Einfluss äußerer Temperaturen sicherstellen und unsere temperatursensiblen Präparate stets qualitativ einwandfrei ausliefern.

Aus welchem Grund kam der Umstieg zustande?
Zunächst wollte kohlpharma unabhängiger im Rahmen seiner Kühlarzneimittel- Distribution werden. Anstatt allein auf aktiv temperaturgeführte Transporte zu setzen, wollten wir gängige Passiv- Versandsysteme, wie z.B. eine Styroporbox mit gefrorenen Wasserakkus, weiterentwickeln. Denn diese haben etliche Nachteile: Zunächst sind Styroporboxen nur in einem begrenzten Außentemperatur-Bereich verwendbar. Das bedeutet: an sehr heißen Sommertagen sowie in bitterkalten Winternächten mussten wir zur Gewährleistung der Arzneimittelsicherheit doch immer wieder aktiv temperaturgeführt transportieren. Auch erfordern Styroporboxen unterschiedliche Packschemata: Je nach Größe der Box und in Abhängigkeit zur Außentemperatur müssen Wasserakkus in variierender Menge sowie Spezifikation zugelegt werden. Dies alles macht von uns favorisierte, standardisierte Abläufe recht schwierig. Des Weiteren halten solche Boxen nur über einen arg begrenzten Zeitraum die Temperatur von 2-8°C. Eine mögliche Fehlzustellung wird dann zum unmittelbaren Problem; die notwendigen 2-8°C können nicht gehalten werden; das Arzneimittel muss letztlich vernichtet werden. Und letztlich lassen sich Styroporboxen nur sehr begrenzt wiederverwenden; damit generieren diese bereits nach kurzer Zeit einen enormen Verpackungsmüll. Die dahingehend entwickelte va-Q-med Box erforderte von der Firma va-Q-tec neben einem hohen technischen Know-How die Bereitschaft, auf die Belange und Anforderungen eines Pharmazeutischen Unternehmens einzugehen: Risikoanalyse, Validierung und Qualifizierung waren hierbei Erfordernisse, die es zu erfüllen und umzusetzen galt. In Pilotprojekten und in eigenen Klimaschränken untersuchte kohlpharma die bereits qualifizierte va-Q-med Box weiter auf ihre Geeignetheit in der täglichen Praxis. Im Bereich der Kühl-Distribution, das heißt beim Kühltransport in die Apotheke oder zum Pharma-Großhändler, übernimmt kohlpharma den Transport mit den va-Q-med Thermoboxen selbst und verzichtet zukünftig, wo immer möglich, auf aktive Kühllösungen. Eine fortlaufende „On Going“-Qualifizierung sowie eine komplette Prozessvalidierung werden für kohlpharma jedoch weitere, künftige Aufgaben sein.

Welche Vorteile bietet die va-Q-med-Thermobox aus Ihrer Sicht?
Die va-Q-med Thermoboxen bieten für uns mehrere Vorteile: Aufgrund der speziellen thermischen Energiespeicherkomponenten und der Isolierung halten die Transportboxen ohne Batterie und ohne Strom im Inneren eine konstante Temperatur von 2 bis 8°C für circa 48 Stunden und damit gut das Doppelte der für kohlpharma üblichen Lieferzeit von weniger als 24 Stunden. Passive Lösungen ohne Stromzufuhr während des Transports der Kühl-Arzneimittel machen die Auslieferung der Medikamente deutlich einfacher; einfach, weil man nun geeignete Transportfahrzeuge ohne Kühleinheit nutzen kann. Zudem sind die va-Q-med Thermoboxen umweltfreundlicher als andere Lösungen. Da die Boxen nach dem bisherigen Stand nahezu unbegrenzt wiederverwendbar sind, tragen diese zum einen zur Nachhaltigkeit bei, zum anderen sind sie für uns auch eine kostengünstige Lösung.